28./29.01.2021: Traumasensibles Arbeiten im Krippenbereich – Für Einsteiger in die Traumapädagogik

Kleinkinder sind ihrer Umgebung hilflos ausgeliefert. Erleben sie dabei schon sehr früh ein traumatisches Erlebnis, können exzessives Schreien, Quengeln, Anklammern, Unruhe und Essauffälligkeiten nicht nur für die Kinder, sondern auch für die betreuenden Pädagogen in der Krippe eine große Herausforderung sein.

Häufig ist dann nicht klar, welche Traumata, Interaktionsmuster, oder Anpassungsschwierigkeiten ein Kind selbst in die Einrichtung „mitbringt“ oder ob das Kind durch die vielen Reize in der Einrichtung überfordert wird. Dies gilt es als Belastungsfaktoren für die kindliche Entwicklung, insbesondere in der Eingewöhnungszeit, ernstzunehmen. Denn eine erhöhte Sensibilität und Feinfühligkeit für die kindlichen Signale kann oft eine Behebung der Symptome, eine wirksame Entlastung der Eltern und eine Unterstützung positiver Beziehungserfahrungen für das Kind bewirken.

Inhalte:

  • Einführung in die Psychotraumatologie
  • „Regulationsstörungen“ als Risikofaktoren bei Kleinkindern
  • Bindungspsychologische Grundlagen zur Stabilisierung
  • Reflexion der eigenen pädagogischen Rolle
  • Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Austausch über weitere professionelle Hilfsmöglichkeiten

Die Inhalte werden durch Fallbeispiele, Übungen und Videosequenzen erarbeitet.

Seminarort:
IBAF-Schulungszentrum Martinshaus
Kanalufer 48
24768 Rendsburg